Der Plan steht!

Unser Dreigestirn ist ja nun seit geraumer Zeit etwas, sagen wir es höflich „verhaltensgestört“.

Nachdem es immer noch 3 : 2 für Zazu steht, ist Fienchen über ihr Hintertreffen natürlich immer noch nicht begeistert und da WIR darauf achten, dass es keinerlei Wiederholung dieser Gemetzel geben wird, ist unsere Oma natürlich nicht wirklich in Hochstimmung.

Im Moment kommen wir dieser Situation mit einer ausgeklügelten Technik entgegen, die da heißt: Törchen auf, Tür zu.
Nervig, anstrengend, aber Zazu findet es witzig. *Wirklich. Ich schwöre*
Die Lösung:
Maulkörbe
Wie martialisch, wird sich da manch Hundebesitzer denken. Wie kann man das den lieben Kleinen antun, ein anderer.

Kann man.
Denn diese Maulkörbe sind nicht nur dazu da, um aggressive Hunde (Kampfhunde??? vielleicht gibt es die ja wirklich) von wesentlich schwächeren und unterwürfigeren Artgenossen fernzuhalten, nein: Diese Dinger haben auch eine andere, häufig vollkommen verkannte, positive Aufgabe.

Sie sollen Unsicherheiten reduzieren.
Zazu ist und war gegenüber Fienchen’s Grummelei (die sich ab und an wirklich wie Knurren anhören mag) verunsichert. Sie weiß nicht, wie sie damit umgehen soll und reagiert mit ausgeprägtem Schutzinstinkt. Mit den bekannten Konsequenzen. Hinzu kommt, dass Zazu kaum sozialisiert ist und wir jeden kleinen Erfolg dahingehend, mit diversen Rückschlägen „belohnt“ bekommen.

Fienchen ist eine alte Dame, die darf grummeln, zumal Zazu ihr ja gezeigt hat, wo der Hammer hängt. Aber davon ab, ist Fienchen immer noch die Grand Dame und das muss Zazu akzeptieren. Unsere Oma hat einfach das längere Hausrecht, auch wenn sie das beizeiten äußerst seltsam durchsetzen will.

Also:
Maulkorb.

Nun gibt es da verschiedene Varianten. Vom „Brutalolook“ für ganz schwere Fälle, bis hin zum „Kuschelkurs“, zwecks Leinentraining.
Welches Material sollen wir für unsere Zwecke verwenden?
Natürlich nur etwas Leichtes. Sie sind ja keine reißenden Bestien. Nur ein wenig blöd, halt.

Aber auch da gibt es wahnsinnige Unterschiede.
Im Moment testen wir ein gewisses Produkt aus Kunststoff

Nicht von dieser Firma, aber das Material

Für meine Begriffe: Durchgefallen.
Selbst, wenn man genau die Schnauze des Hundes vermisst, fällt dieses Produkt dadurch vollkommen durch, weil es direkt in der Augenlinie liegt.

Eine diskussionswürdige Einstellung meinerseits, denn der Chef ist anderer Ansicht.

Ich hätte gerne eines in dieser Form:

Warum da jetzt aber „heiße Verkäufe“ steht, weiß der Henker

Die Augenpartie ist ausgespart; der Hund ist in der Lage zu fressen und Wasser zu schlabbern. Den Nachteil kann man gleich erkennen, wenn man den Link anklickt: US-Dollar … Die Lieferzeit schwankt zwischen 14 Tagen und unendlich.
Indiskutabel.

Also suchte ich weiter und kam auf dieses Produkt.
Ähnlich, wie das Erste, jedoch ein wenig anders.
Luxusversion, sozusagen

Das Produkt wird ausgiebig getestet werden, denn a) bin ich es mittlerweile leid, ständig Törchen und Türchen zu öffnen (auch wenn Zazu bannig Spaß dran hat *einfach zuckersüß, wie sie freiwillig ins temporäre Exil geht*) und zum anderen, also b) müssen wir den beiden Weibern endlich beibringen, die Arschbacken zusammenzukneifen. Sie müssen keine Freundinnen mehr werden (waren sie mal, aber ein Streit um ein heruntergefallenes Leckerlie hat dieser Freundschaft den Todesstoß gegeben), aber sie müssen lernen und vor allem akzeptieren, dass die jeweilige andere jetzt da ist und das auch bleibt.
Ich hab keinen Bock mehr auf Zickenkrieg. 🙂
Also: Sobald das Produkt hier gelandet ist, wird es einen ausführlichen Bericht geben.

Und an alle, die meinen, dass wir uns hier falsch verhalten: Kümmert Euch um Eure Leben.

In diesem Sinne.

Tagged as: , , , , ,

Schreibe einen Kommentar